Runder Tisch/AG/Projekttutorien
Aus Orga-Wiki zum Bildungsstreik 2009
Der „Runde Tisch“ der Freien Universität unterstützt nach einem Beschluss vom 18. Januar 2009 die Einrichtung eines Projekttutorienprogramms an der FU. Im Akademischen Senat soll demnächst eine Vorlage eingebracht werden, die die Einrichtung von Projekttutorien begrüßt und eine Kommission zur näheren Ausarbeitung einsetzt. Auch die "Kommission für Lehrangelegenheiten" (KfL) der Freien Universität unterstützt die Pläne.
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[Bearbeiten] Was sind Projekttutorien?
Projekttutorien sind von Studierenden organisierte und geleitete Projekte, sie werden von der Universität aus zentralen Mitteln finanziert. Ein Projekttutorium wird wie eine studentische Hilfskraftstelle vergütet. Vorgesehen ist, dass mindestens zwei Studierende ein Projekttutorium leiten.
Projekttutorien sollen interdisziplinär ausgerichtet sein, also Perspektiven verschiedener Fächer verbinden. Dabei sollen sie Raum schaffen für Themen, die im regulären Lehr- und Forschungsbetrieb nicht auftauchen, besondere Beachtung sollen kritische Perspektiven finden. Angestrebt wird eine hierarchiefreie Arbeitsweise der Teilnehmenden, neue Formen des gemeinsamen Lernen und Arbeitens sollen angewendet werden.
Projekttutorien sollen einen Knotenpunkt zwischen Lehre und Forschung bilden: Studierende lernen, gemeinsam mit anderen ein Thema zu bearbeiten. Am Ende steht in der Regel eine Präsentation des Ergebnisses.
[Bearbeiten] Organisation
Die Projekttutorien sollen FU-weit über eine zentrale, fachbereichsunabhängige Institution verankert werden. Nur auf diese Weise ist selbstständiges interdisziplinäres Arbeiten gewährleistet. Für die Koordinierungsstelle müssen finanzielle Mittel aus dem Haushalt der FU zur Verfügung gestellt werden.
Eine Kommission, die zur Hälfte aus studentischen Vertretern und zur Hälfte aus Professoren und Vertretern des Mittelbaus besteht, entscheidet, welche Projekttutorien bewilligt werden. Prinzipiell sollen Projekttutorien als Studienleistung anrechenbar sein, in welcher Weise das geschieht, entscheiden die einzelnen Institute. In der Regel sind Projekttutorien auf ein Jahr angelegt.
[Bearbeiten] Zur Geschichte von Projekttutorien an der FU
Projekttutorien an der FU wurden im großen Unistreik 1988/89 erkämpft, im Jahr 2002 wurde das Programm aus "finanziellen Gründen" eingestellt. Die Finanzmittel waren von Jahr zu Jahr reduziert worden: anfangs wurden 1,3 Millionen DM bereitgestellt, am Ende noch 131 000 Euro, ein Fünftel der ursprünglichen Summe. Von anfänglich 64 waren zuletzt noch 10 Projekttutorien übrig geblieben.
[Bearbeiten] Projekttutorien an der HU und TU
An der HU werden jährlich 24 Projekttutorien gefördert, da die meisten PT über zwei Semester laufen, sind das in der Regel 12 PT, die tatsächlich angeboten werden können. Ein Projekttutorium wird als studentische Hilfskraftstelle mit 440 Euro im Monat bezahlt – 40 Stunden pro Monat werden angesetzt.An der Technischen Universität existiert ein ähnlich ausgerichtetes Projektwerkstätten-Programm.
[Bearbeiten] Zu unserer "Arbeitsgruppe"
Die "AG Projekttutorien" ist aus einem Institutstag der Politikwissenschaften (Otto-Suhr-Institut) am 13. November 2009 hervorgegangen. Im Bildungsstreik hat die AG ihre Arbeit ausgeweitet und erste Vorschläge für ein Projekttutorien-Programm an der FU ausgearbeitet. In der ersten Sitzung des "Runden Tisches" wurde das Ziel, Projekttutorien wieder einzuführen als Punkt aufgenommen. Mittlerweile findet die Einführung von Projekttutorien breite Unterstützung unter Studierenden und Lehrenden an der FU: