Diskussion:Besetzung FU Berlin/AG/Forderungen/Mehr Geld für bessere Bildung - Soziale Öffnung der Hochschule

Aus Orga-Wiki zum Bildungsstreik 2009

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mehr Geld für bessere Bildung – Soziale Öffnung der Hochschule

u.a.

[Bearbeiten] Bildungspolitik auf Bundesebene

  • Pro1: Keine Studiengebühren! Im Jahr 2002 hat die Bundesregierung in § 27 Abs. 4 des Hochschulrahmengesetzes (HRG) das bundesweite Verbot für Studiengebühren für ein Erststudium festgelegt. Das Bundeverfassungsgericht erklärte diese Forderung später für ungültig. Warum? Weil die Bildungspolitik immer noch Ländersache ist.
  • Pro2: Keine großen finanziellen Ungleichheiten zwischen den einzelnen Bundesländern; damit steigt und fällt die Anzahl der eingestellten Lehrenden
  • Pro3: Bessere Koordinierung, keine "Kleinstaaterei", Uni-Wechsel wird erleichtert (insbesondere im Bereich Lehramt)
  • Pro4: Bundesminister können sich nicht mehr so leicht aus der Bildungspolitik-Affäre ziehen
  • Pro5: Anerkennungspraxis (Anerkennung von Abschlüssen) sollte bundesweit (sogar europaweit?) organisiert werden, am besten schon bezüglich des Abiturs
  • Pro6: Spart erhebliche Kosten in den zuständigen Senatsverwaltungen bzw. Ministerien.
  • Kontra:

[Bearbeiten] Die Aufstockung der finanziellen Zuschüsse des Landes Berlin an die Berliner Hochschulen/Schulen und Kitas u.A. zur Ausfinanzierung der bestehenden und Schaffung neuer Studienplätze

  • Pro:
  • Kontra: Woher das Geld nehmen?
KontraKontra: Für anderen Dinge ist doch auch Geld da... (unglaublich teurer Ausbau Karl-Marx straße,etc...)--> kommt eben auf die Schwerpunktsetzung an
KontarKontraKontra: Für Städtebauliche Maßnahmen werden zum größten Teil Fördermittel und Anliegergebühren in Anspruch genommen. Infos zum Ausbau der Karl-Marx-Straße dazu unter: http://www.stadtumbau-berlin.de/Umbau-Karl-Marx-Strasse.3408.0.html . Das Land Berlin und der Bund sind hoch verschuldet. Die Frage also, woher das Geld kommen soll bleibt offen!

[Bearbeiten] NC abschaffen

  • Pro: Würde Alternativmodelle zur Zulassungsprüfung fördern, die wirklich die Eignung für einen Studiengang widerspiegeln (s.u.)
  • Kontra: Wie sollen die Studienplätze sonst vergeben werden, wenn es deutlich mehr Bewerber als freie Plätze gibt?
  • Kontra: Hier sollten wir weiter differenzieren. Vielleicht: Abschaffung des allgemeinen NCs zugunsten eines für das Studienfach relevanten NCs (Beispiel: für Mathe zählt Mathe, für Germanistik zählt Deutsch, für Politikwissenschaften PW und Geschichte etc.)
  • Kontra / Pro: NC abschaffen ist eine nette Forderung aber schwer in die Praxis umzusetzen. In meinem Unialltag merke ich oft schnell, dass Leute, die über lange Wartesemester (wegen schlechtem NC) ins Studium kommen oft engagierter und entschlossener sind, als andere. Allerdings: Kein NC, bedeutet: Auswahlgespräche. Und die sind oft ebenso (subjektiv) Schichtselektiert, wie NC Noten (Michael Hartmann hat sich mit dem ganzen Krempel ausführlich dazu beschäftigt und an der Philosophie dazu mal einen Vortrag gehalten.)

[Bearbeiten] Master für Alle

  • Pro1: Der ungeheure Leistungsdruck von Beginn des ersten Semesters, der durch die absehbare Konkurrenz um die Masterplätze ausgelöst wird, belastet das Studium.
  • Pro2: Wenn man ein Studium beginnt sollte man auch die Möglichkeit haben, es angemessen zu beenden. In vielen Fächern ist ein Bachelorabschluss schlicht nicht "berufsqualifizierend" (welche gehören dazu?!)
  • Pro3: Wir wollen uns die vielgepriesene Mobilität nicht aufzwingen lassen. Die Ungewissheit darüber, ob wir unser Studium in der Stadt weiterführen können, in der wir es begonnen haben, stellt neben den vollen Studenplänen eine weitere Belastung für viele dar: Für Studierende mit Kind, Haus & persönlicher Infrastruktur aber auch für diejenigen mit einer tollen Wohnung, einem stabilen sozialen Netzwerk, universitärem Engagement, außeruniversitärem Engagement... (bitte ergänzen)
  • Kontra: ich habe leider keine direkten Zahlen, aber mal aufgeschnappt, dass der Andrang an Masterplätzen nicht gigantisch ist. die Forderung sollte daher (wie formuliert) lauten, dass wir Masterplätze benötigen, die dem Andrang entsprechen
    • [Zusatz: An der Biologie war es in den ersten Jahren des Masterstudienganges tatsächlich so, dass es mehr Plätze als Bewerberinnen gab (z.B. Ökologie/Botanik: 15 Plätze - 4 Bewerberinnen - 2 eingeschriebene Personen am Ende) - inzwischen aber (WiSe 09/10) sind alle Masterstudiengänge hier voll ausgelastet und für die nächste Saison wird der dicke Pfropfen erwartet. Leere Masterstudiengänge heute sagen also nichts über die Zukunft]

[Bearbeiten] Die Finanzierung des Landes Berlin für die Hochschulen darf nicht davon abhängen, wie viele Studierende ihr Studium in Regelzeit abschließen

  • Pro: Das Einhalten der Regelstudienzeit ist von vielen Faktoren abhängig, wie z.B.: Kind, Nebenjob, außer studentische Aktivitäten (Soziale oder Politische). Das hat zur Folge/kann zur Folge haben, dass Unis, an denen die Studenten sich breiter bilden/sich mehr sozial/politisch engagieren oder sozial schwächere Studenten haben (Nebenjob), weniger Gelder zur Verfügung haben, der Gesellschaft aber mehr Gewinn bringen. --Kound 05:12, 15. Nov. 2009 (CET)
  • Kontra: Nicht dieses Finanzierungssystem ist das Problem, sondern dass Problem liegt hier wieder im Bachelorsystem. Es muss dringend reformiert werden. Der Normalfall sollte sein, dass die Regelstudienzeit eingehalten wird. Zudem ist diese Finanzierungspolitik der einzige Weg vielen Professoren klar zu machen, dass sie ihre Anforderungen ans System anpassen müssen. In der Physik z.B. scheint das Geldargument bei vielen Profs mittlerweile zu wirken (nur eine subjektive Bewertung) -- AG-Forderungen->Andreas 01:02, 14. Nov. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Keine Sprachtests als Eingangsvoraussetzung für Studierende mit nicht deutscher Hochschulzugangsberechtigung

  • Pro:
  • Kontra: Die Abschaffung der Sprachtest hilft den Studenten mit wirklichen Sprachproblemen auch nicht weiter. Die Sprachtest + bei mangelnden Kenntnissen, die Erfolgreiche Teilnahme an einen Deutschkurs (ohne Zusatzkosten) scheint mir eine fairere und sinnvollere Zugangsvoraussetzung als gar keine. --Kound 05:17, 15. Nov. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Kein selektives Schulsystem

  • Pro: Selektion fängt in der Grundschule an. Nach der vierten Klassen werden die entscheidenen Weichen für den weiteren Bildungsweg gelegt.
  • Pro: (auch reaktion auf das Kontra) In der aktuellen Pädagogik gibt es tausende Ansätze, die die Möglichkeiten des Indivuellen Lernens hervorheben. Auch können Bereiche wie Sport, Kunst, Musik, etc eben andere Fähigkeitsbereiche aufgewerttet werden. Statistiken, Beispiele aus anderen Ländern führen dies vor. Ein dreigliedriges Schulsystem reproduziert die Miliues der Gesellschaft und hält sie sauber voneinander getrennt. Solidarität füreinander bleibt bei Unkenntnis voneinander fast unmöglich. In der Hauptschule entstehen Klassen voller Kinder, die aus problematischen Elternhäusern kommen. Da kann es ja nur zu einem weiteren Abwärtstrend kommen. Bei Gymnasiasten entsteht das Bild, sie seien die Elite und müssten den "rest" mit durchziehen. Soziale Kompetenzen bleiben oft außen vor. Es muss miteinander und voneinander gelernt werden. ALetztendlich ist es utopisch nach der vierten udn auch nach der 6. Klasse verlässliche Empfehlungen für Schüler-innen zu geben.
  • Kontra: Wenn Fähigkeiten gezielt gefördert und Probleme konkret angegangen werden sollen, brauchen wir ein mehrgliedriges Schulsystem. Sonst hocken in einer Klasse Kinder, von denen sich 30% unterfordert fühlen, 30% sind überfordert und der Rest kommt gut mir. Das ist auch keine Lösung, daran sind schon die Gesamtschulen gescheitert. Das Problem ist nicht das selektive Schulsystem sondern die Abqualifizierung aller Abschlüsse außer dem Abitur. Wenn für klassische Ausbildungsberufe nur noch Abiturienten genommen werden, wird das System natürlich ad absurdum geführt.

[Bearbeiten] Spezielle Veranstaltungen für Kinder/Rentner und weitere Interessierte

(Vorschlag aus der AG)

[Bearbeiten] Veröffentlichung der Skripte/Materialien auch für aussenstehende Interessierte

(Vorschlag aus der AG)

  • PRO Steigert die Konkurrenz zwischen den Dozierenden zugunsten der Lehrqualität
Arbeitsgruppen Berlin