Ungeordnet/Zusammenstellung von Argumenten gegen Anwesenheitskontrollen

Aus Orga-Wiki zum Bildungsstreik 2009
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a) anwesenheitskontrollen schließen schichten, klassen und gruppen von studierenden aus und lassen sich somit von außen auch als werkzeug interpretieren, diese schichten, klassen und gruppen bewußt von höherer bildung auszuschließen:

a) studierende, die ihr studium selbst finanzieren (also arbeiten / "jobben" müssen) - hier ist die antwort, die herr bongardt in einem gespräch mit dem besetzerplenum am 26.11. gegeben hat, nicht hilfreich - herr bongardt verwies auf die möglichkeit des teilzeitstudiums.

ein gespräch mit arbeitenden studierenden hätte ihn über die wirkungslosigkeit der 'alternative' aufgeklärt - für jeden studierenden, der jobbt, ist es inmitten eines semesters, wenn der chef anrufts und zu einer zusatzschicht zwingt, weil ein kollege/eine kollegin ausgefallen ist, völlig irrelevant, ob die für diese zusatzschicht "verloren gehende" veranstaltung (die sich in der folge in der bibliothek nachholen läßt) teil eines vollzeit- oder teilzeitstudiums war. durch die anwesenheitskontrollen riskiert er mit seiner jobschicht das verbotene "dritte fehlende kreuzchen" in der anwesenheitsliste. folge: systemhörige dozenten, die nicht um die möglichkeit einer ersatzleistung wissen (oder sich mit selbigen nicht zusätzlich behelligen wollen), kreuzen am ende des semesters "nein" an im campus-management-feld "anwesenheit". folge davon ist bekannt: der studi kann machen, was er will, kann (wenn er/sie glück hatte und eine hausarbeit schreiben durfte), was auch immer zusammenschreiben - die veranstaltung war offiziell nicht besucht, das modul wird nicht angerechnet - ein semester futsch.

dabei: der arbeitende ("jobbende") student hat hier keine wahlfreiheit - im job riskiert er/sie mit einem "nein" bei dem anruf des chefs den rausschmiß - dabei hat die nächte miete ebenso gezahlt zu werden wie die nächsten semesterkosten von immerhin über 250 euro. mit dem 'ja' entscheidet er sich bei dem dritten fehltermin jedoch für die verlängerung seines studiums um ein weiters halbes jahr - dieser zustand ist für viele ernstere realität, als es dozenten und professoren bewußt ist. eine, wie ich finde, unmögliche situation.

b) studierende, die kinder haben. auch hier hilft ein teilzeitstudium (s.o.) wenig. es reicht, daß ein elternteil einmal den gasheizungsinstallateur wegen einer unverschiebbaren reparatur genau zur seminarzeit im haus hatte, einmal hat das kleine masern und einmal streikt die kita: ein semester futsch.

c) das ausweichen zu "ersatzleistungen" ist, wie bisher gehandhabt, sinnlos - die betroffenen studierenden brauchen eine sicherheit, daß sie ihr semester nicht verlieren. die bisherige regelung ist nicht hilfreich, da es sich um eine 'kann'-option handelt, die die studierenden auf gedeih und verderb der lust und laune dozierender aussetzt - sie wird von zu wenigen dozenten/professoren in anspruch genomen und kann als 'kann'-option niemals die lösung dieses problems darstellen.






(dies ist eine unterseite von dieser hier und gehört direkt zur seite "runder tisch", institut germanistik

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