Kritik
Aus Orga-Wiki zum Bildungsstreik 2009
- es wurde ständig pleniert und die Erwartung geäußert, dass wirchtige Entscheidungen in großen Plenen in knapper Zeit gefällt werden.
- Gesprächsverhalten: Wer sich abweichend zu den "großen Rednern" äußerte, riskierte es, mit seiner/ihrer Meinung lächerlcih gemacht zu werden. Formulierungen waren zum Beispiel "Das ist nicht Praktikabel", "Das funktioniert nicht", "Damit machen wir uns lächerlich", "Ich habe die und die Erfahrung - Deine Idee ist zwar schön, aber nicht realitätstauglich"...
- Häufig wurde von Plenumsteilnehmer_innen Zeitdruck und Sachzwänge als Grund dafür angeführt, dass man etwas jetzt nicht ausführlich diskutieren könne.
- Viele trauten sich nicht, das Wort zu ergreifen, betraten zum Teil nicht einmal die Plenen, aufgrund der vorherrschenden Stimmung.
- Es gibt offenbar einen Gegensatz, der immer wieder auftaucht: Zwischen Leuten, die schon zum wiederholten Mal an bundesweiten Treffen teilnehmen und "nicht ständig alles von vorn diskutieren wollen" und Leuten, die zum ersten Mal da waren und das Gefühl äußerten, "nichts mitentscheiden zu können", ja sogar zum Teil "aus der Diskussion herausgedrängt zu werden".
- Das Auftreten von Mitgliedern des SDS wurde offen kritisiert: Oft entsteht der Eindruck, dass sie mit einer eigenen Agenda vorpreschen und dann enttäuscht seien, wenn sie sich nicht durchsetzen könenn oder wenn alles so langsam geht, Leute nicht mitziehen... Demgegenüber fühlten sich Teilnehmer_innen des Open Spaces etwas Macht-und Mittellos, da sie sich oft als einzelne an der Diskussion versucht hatten zu beteiligen.
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