Diskussion:Besetzung FU Berlin/AG/Forderungen/Anregungen

Aus Orga-Wiki zum Bildungsstreik 2009
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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anregungen

[Bearbeiten] warum Ist das BA-Ma System in dieser Form nicht haltbar?

Kommentar: Hier ist keine Forderung formuliert, zu der man Pro oder Kontra-Argumente formulieren könnte. Die Beiträge deuten darauf hin, dass die Forderung wie folgt lauten sollte: "Das Bachelro- Masterstudium muss reformiert werden". Und schon sind wir alle dabei!

Dringend gute Pro Argumente gesucht(!!), um dieses (elementare?) Ziel zu untermauern

  • Die Arbeitsbelastung ist in vielen Fächern durch die Verkürzung der Regelstudienzeit mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge auf ein Maß angestiegen, das Erwerbsarbeit, Familie oder soziales Engagement während des Studiums beinahe unmöglich macht.
  • Der Bachlorabschluss berechtigt nicht automatisch zum Masterstudiengang. Somit ist ein "vollständiges" Studium nicht grundlegend gewährleistet.
  • Eine fachliche Umorientierung nach Beginn des Studiums ist nur begrenzt möglich. Man legt sich vor Bewerbung um den Studienplatz auf eine Fächerkombination fest und hat dann Schwierigkeiten, in andere Bereiche "hineinzuschnuppern" oder gar zu wechseln.
  • Man hat bereits am Ende des ersten Semesters Leistungen zu erbringen, die in die Bachelor-Note einfließen. Dies ermöglicht kein Einarbeiten in das Studium. (siehe Studium Generale) Schließlich beginnen alle ihr Studium mit unterschiedlichen Voraussetzungen: lange/kurze Auszeit nach Schule; alle hatten unterschiedliche schule Vorbildung in Bundesländern unterschiedlicher Bildungssysteme.
    • Kontra: Prüfungen, die den Stoff aus meheren Semestern abfragen sind entweder nur oberflächlich oder verursachen einen erheblich größeren Vorbereitungsaufwand
    • Kontra: Eine Regelung wie z.B. im bisherigen Magister, in dem mit der Abschlussarbeit alle davor erzielten Leistungen hinfällig werden, ist auch nicht wünschenswert. Die Chance, mit mehreren Noten gesammelt ein besseres Endergebnis zu erzielen, ist deutlich größer.
  • Julian Nida-Rümelin formulierte in der ZEIT drei Reform-Forderungen, die ich ziemlich unterstützenswert befand. Die drei Forderungen in Kurzfassung (Original Artikel [1])
    • 1. Ziel der Bachelorreform war ein einheitlicher Europäischer Hochschulraum, der den internationalen Austausch der Studierenden erhöht. Diese Idee ist gescheitert. Die innereuropäische Mobilität muss durch weniger bürokratischen Aufwand gefördert werden (Das bedeutet auch - erleichterte Anrechnung von im Ausland absolvierten Modulen! Auch unabhängig von inhaltlichen Kriterien)
    • 2. Die Bachelorreform hat international konkurrenzfähige Diplomabschlüsse zugunsten des Kurz-Bachelor vernichtet. Ein 4 jähriger Bachelor könnte das Niveau heben und auf den alten Stand zurückkehren. Eine Verlängerung des Bachelor bedeutete noch späteres eintreten in die Masterphase. Wie in den USA könnte man dies kompensieren, indem Master- und Promotionsstudiengänge als eine Einheit zu sehen wären. Dem Bachelor schließt sich also die Möglichkeit auf einen Promotionsstudiengang an - wird dieser nicht abgeschlossen, gibt's einen Master.
    • 3. Der Bachelor produziert Halbkönner und beschneidet die Vielfalt der Wissenschaftskulturen. Freie Kombinationen von natur- und geisteswissenschaftlichen Fächern ist nicht mehr möglich. Wissenschaft braucht aber keine ausschließlich methodentechnisch ausgebildeten Menschen, sondern kreative Köpfe. Deshalb wird hier für die ersten zwei Semester ein 'Studium generale' gefordert, was bedeutet, dass Kurse aus allen FB frei gewählt werden können (Vorbild USA - wo die Studiengänge mehr Bildungs- als Ausbildungsorientiert seien). Ein Studiengang der eine spezifische Berufsausbildung liefere sei eine Illusion - stattdessen sollten gebildete Menschen in das Berufsleben starten, nur das verbessert die Berufsfähigkeit der Absolventen.

[Bearbeiten] Mehr Tutorenstellen

  • Pro: Momentan sind die Tutoren stark belastet, sie können kaum intensiv auf Auswertung der Arbeiten der Studenten eingehen, Tutorien sind oft überfüllt so das eine Diskussion oder eine weitergehende Vermittlung von Lerninhalten ist oft nicht möglich - und von den gestressten Tutoren auch gar nicht gewollt. Die oftmals fehlende Motivation und das sich zufrieden geben mit schlechten oder gar fehlerhaften Lösungen ist dabei aber nicht den Tutoren zur Last zu legen; es ist verständlich, dass sie ihre Energie nicht nur in das extrem arbeitsintensive Tutorium sondern auch noch in ihr eigenes Studium investieren müssen.

[Bearbeiten] Zeitnahe Wiederholungsklausuren

  • Pro: Schafft die Möglichkeit gelerntes Zeitnah abzurufen. Durch Verschiebung aufs nächste Semester wird der Druck in diesem zusätzlich erhöht.
  • Pro: Würde es Studenten erlauben, Klausuren aus einem Semester auf mehrere Termin aufzuteilen, also an den Anfang und an das Ende der Ferien.
  • Mu : Was ist zeitnah? An meinem Institut finden Nachklausuren (die zudem auch noch als Freiversuch gelten) meist in der Mitte oder am Ende der vorlesungsfreien Zeit statt - da hat man genügend Zeit sich vorzubereiten

[Bearbeiten] Strukturen schaffen, mit denen wir den Prozess der BA-MA Überarbeitung eingreifen können.

Stand der Dinge: Es sollen an den überarbeitungsbedürftigen Fachbereichen ( Bewertung nach gelb, grün, rot) Beratungen (keine Verhandlungen? ) mit studentischen Vertretern, die selbst Bacherlor-Master-Studierende sind, geführt werden. Mögliche Mindestforderungen:

  • Öffentlich-Machung der „Ampel“-Bewertung und Kriterien der Bewertung
  • Erzwingung von Gesprächen/Verhandlungen an den Fachbereichen mit studentischen Vertretern, die durch irgendetwas legitmiert sind. Das muss nicht zwingend eine Stupa-Wahl sein, sondern könnte bspw. basisdemokratisch durch eine Instituts-Vollversammlung geschehen.
  • Keine Auslese durch das Präsidium! Auch jetztige Diplom-Studierende, die womöglich unangenehme DiskussionspartnerInnen sind müssen das Recht haben sich beteiligen zu dürfen.
  • Wir lassen uns nicht von oben bestimmen, wo Veränderungsbedarf besteht. Auch als z.B. „grün“ bewertete Fachbereiche müssen das Recht eingeräumt bekommen Korrekturen an der Ba-Ma-Umsetzung vornehmen zu können
  • Kontra-Punkte: Durch die Forderung nach Überarbeitung akzeptieren wir den Bologna-Prozess und seine grundsätzlichen z.T. höchst kritischen Kernpunkte, wie z.B. das beschleunigte und bessser auf den Arbeitsmarkt zugeschnittene Studium.
  • Pro: Der Bologna Prozess ist zu weit fortgeschritten um noch auf eine komplette Rückgängigmachung zu Beharren. Gefahr, dass wir eventuell überhaupt nichts erreichen.

[Bearbeiten] Mehr Demokratie: paritätische Besetzung aller universitären Gremien.

  • aus diesem Grund müssen wir auch selber demokratische Strukturen aufbauen. Wir können nicht Transparenz und Offenheit fordern, ohne selber Transparent und Offenheit vorzuleben.
  • Zugleich werden die bestehenden Strukturen demokratischer Mitbestimmung auch an der FU in Frage gestellt: Vizepräsidentin Lehmkuhl erklärte in einer Rede, sie halte die Wahlen zu den universitären Gremien für „ineffizient”.
  • - wir haben Strukturen, wie den Asta, Stupa. Leider haben diese Institutionen, vorallem der Asta, zu wenig Rückhalt in der Masse der Studenten und noch weniger im Präsidium.
  • Viele Studierende fühlen sich von einem ideologisierten Asta abgeschreckt - Wissen auch zum Großteil nicht, was dort überhaupt alles in Bewegung gesetzt wird. (Warum nicht mal ein winzig, kurzes 10 Seiten Heftchen mit der Überschrift: 'Immer in Bewegung - Errungenschaften des WiSe 09/10' mit Bemerkungen der erreichten Ziele der Vertreterinnnen im vergangenen Semester. Und alles bitte ohne Ideologie!) Negative Konditionierung hat eingesetzt: Beim Wort 'Hochschulpolitik' klappen die Ohren zu. Zunächst müssten die vorhandenen Gremien transparenter und besser organisiert werden. Dann würde auch der Rückhalt wachsen und der Einfluss würde ausgebaut.

[Bearbeiten] Bedinungsloses Bafög - bafög für alle, die bafög in Anspruch nehmen wollen

  • Pro 1: es könnte einiges an Verwaltungsaufwand und damit Geld eingespart werden, indem man jedem Bafög genehmigen würde, der es in Anspruch nehmen möchte
  • Pro 2: ich denke, dass Studenten die Bafög bekommen, dies ja eh (zugegeben teilweise) zurückzahlen müssen. Ich bekomm von meinen Eltern Unterstützung, die ich nicht zurückzahlen muss. Auch wenn ich Bafög bekommen würde, würde ich wohl eher das Geld meiner Eltern nehmen wollen, da ich es halt nich zurückzahlen muss. Desweiteren glaube ich, dass viele AbiturientInnen erst gar kein Studium beginnen, da sie denken, dass sie es nicht finanzieren können. Wenn sich junge Leute von vornherein keine Sorgen über ihre Finanzen machen müssen, würden sich evtl mehr für ein Studium entscheiden. -- AG-Forderungen-> Johannes 20:34, 13. Nov. 2009 (CET)
  • Kontra 1: Und was ist daran gerecht, dass alle, auch Kinder wohlhabender Eltern, BAföG bekommen? Und wer soll das bezahlen? Wie wäre es mit ernsthaften Vorschlägen? Zum Beispiel, dass die Freibeträge bei der Ermessung des Bedarfs und des Förderungsbetrags erhöht werden könnten. --Benjamin Beckmann 15:14, 12. Nov. 2009 (CET)
  • Kontra 1a: Bezüglich Pro 2 ist es doch so, dass die Hälfte des BAföG ein Zuschuss, also geschenkt ist. Man kann nicht die Gießkanne nehmen und denen, die durch den Wohlstand ihrer Familie kein Problem mit der Finanzierung eines Studiums haben, auch noch die Möglichkeit geben, Einkünfte zu beziehen, die sich jeweils zur Hälfte aus zinslosem Kredit und einem Geschenk zusammensetzen. Wie ich bereits erwähnte, sollte man lieber an den Regelungen zur Ermittlung des Bedarfs sowie an den Freibeträgen arbeiten. --Benjamin Beckmann 04:42, 14. Nov. 2009 (CET)
  • Kontra 2: Die Praxis zeigt: An die Uni gehen vor allem Kinder der wohlhabenden und (oder) gut ausgebildeten Gesellschaftsschichten. Warum denen dann noch allen ohne Unterscheidung Geld hinterher werfen? Bafög 'für alle' halte ich für Ungerecht der Gesellschaft gegenüber. Bafög Förderung derer, die wenig haben ist dagegen gerecht und fördert die Durchlässigkeit innerhalb der Schichten. (anonymer Autor)

[Bearbeiten] Ziel: Basisdemokratische Organisation der gesamten Uni unter gleichberechtigter Beteiligung aller Studenten, Lehrenden und sonstigen Mitarbeiter der Uni!

Begründung: Nur auf diese Weise kann die Organisation der Uni langfristig optimiert werden. Nur dadurch können die Interessen aller Beteiligten an der Uni eingebracht und umgesetzt werden.

[Bearbeiten] Ziel: Abbau hierarchischer Strukturen an der Universität und Ersatz durch Netzwerkstruktur

Begründung: Netzwerkstrukturen eigenen sich viel besser für die Ressourcenallokation und ermöglichen eine größere Vielfältigkeit und Offenheit. Beispiele in Richtung Umsetzung: Stärkung der Verantwortung und Übertragung von Rechten von der Universitätsleitung auf die Fakultäten; entsprechend: Stärkung der Verantwortung und der Rechte der Lehrstühle --> der einzelnen Professoren und Lehrenden --> der Studierenden

[Bearbeiten] Ziel: Freier Zugang zur Uni für alle Interessierten! Aufhebung aller bürokratischen Hürden, die bildungswillige Menschen davon abhalten, an der Uni zu lernen.

Begründung: Die Uni muss Bestandteil der Gesellschaft sein und darf sich nicht von ihr durch Zugangshürden absondern. Es gibt bereits einige Entwicklungen in diese Richtung, die zugegebenermaßen jedoch eher "Show" sind, z.B. Senioren-und Kinderuniversität, Zugang zur Hochschule für Personen ohne "Hochschulreife auf dem Papier". Dadurch besteht z.B. auch die Möglichkeit, die üblichen aber völlig sinnlosen Trennungen zwischen Schule, Universität, Fachhochschule, bla aufzuheben.
Präzisierung: Dieses Ziel steht in engem Zusammenhang zu dem anschliessend beschriebenen Ziel "Vollständige Finanzierung der Bildung aller Studierenden/Sich-Bildenden!". EIN Bestandteil ist das Ziel "Wegfall des NC". Das Ziel bezieht sich jedoch nicht nur auf die Öffnung der Uni (inkl. der Möglichkeit, Bescheinigungen zu erhalten) für alle Abiturbesitzer, sondern beispielsweise auch für wissbegierige Schüler, Auszubildende, Arbeiter, ... . Zur gestellten Frage nach der Größe der Seminare: Siehe Antwort auf zweiten Kommentar zum anschliessend beschriebenen Ziel. Ingo, 15. November 2009 (zeitlich nach der untenstehenden Frage eingefügt)
    • Kontra: Wie soll sich das mit der Forderung nach kleineren Seminaren etc. verbinden lassen? Außerdem haben wir durch die Gasthörerschaft einen Zugang für alle Interessierten. Hier muss die Forderung präzisiert werden! Ist damit der Wegfall des NC gemeint? Welche Alternativen gäbe es etc.

[Bearbeiten] Ziel: Vollständige Finanzierung der Bildung aller Studierenden/Sich-Bildenden!

Begründung, Ansatz und Erläuterung: In Kanada wird beispielsweise die Bildung von Schülern folgendermaßen unterstützt: Für jeden Schüler wird zur Förderung vom Staat eine Pauschale (von ca. 1000$ pro Monat) bereitgestellt, die von den Eltern des Schülers für Besuche von Schulen oder auch für die Unterrichtung/Bildung zuhause (Thema Homeschooling/Unschooling) ausgegeben werden kann/muss (Bescheinigungen sind vorzulegen). Dadurch wird die Steigerung der Qualität des Lehrangebots der staatlichen/privaten Bildungseinrichtungen angeregt. In Deutschland wird bezüglich der Finanzierung von freien Privatschulen aus den Kosten der öffentlichen Schulen pro Schüler ein Schülerausgabensatz ermittelt (zur Zeit bei ca. 3000€ pro Jahr), der dann (je nach Bundesland unterschiedlich) zu 60-90% an die privaten Schulen zu deren Finanzierung weitergeleitet wird (zumindest nach drei Jahren Bestehen der Privatschule). Soweit zur Vorgeschichte. Warum sollte man das unter anderem in Kanada nachgewiesenermaßen erfolgreiche System nicht in ähnlicher Weise für die Finanzierung der Unibildung einsetzen?
Das heisst z.B. ganz grob als Idee/Ansatz: Ermittlung einers Studierendenausgabensatzes: Was kostet ein Student im Schnitt in Deutschland (pro Studium/pro Semester/pro Lehrveranstaltung?)? Diesen Ausgabensatz könnte man (evtl mit einem gewissen Abschlag) dann direkt an die Studenten auszahlen. Die Studenten wählen selbst die Universitäten(,Wie-auch-immer-Schulen) und Veranstaltungen, die sie für ihre Bildung besuchen möchten, und melden sich entsprechend für die Veranstaltungen an. Die Veranstalter der Lehrveranstaltung geben direkt die Rahmenbedingungen der Veranstaltung an (Termine, Ort, Kosten, Art der Bescheinigung,..). Die Studenten haben damit die volle Kontrolle darüber welche Veranstaltungen sie besuchen möchten (Qualität, Termine, Bescheinigungen, Zeit-/Arbeitsaufwand..) und die Lehrenden haben die volle Kontrolle darüber, welche Veranstaltung sie anbieten möchten und wie die Veranstaltung durchgeführt wird. Über die Bescheinigungen durch die Veranstalter der Lehrveranstaltungen können und sollten die Studenten dann Ihre Bildungsaktivität nachweisen. Die Regelungen der Finanzflüsse (Staat->Student->Lehrveranstalter) und der Nachweise (Lehrveranstalter-> Student->Staat?) muss dabei natürlich präzisiert werden, um zu garantieren, dass das Geld tatsächlich in die Bildung der Studenten geht und in Sachen (Zwischen-)Finanzierung weder negative Folgen für den Staat noch für den Studenten entstehen. Fragen wären hier sicherlich, wie weit pauschale Vorauszahlungen vom Staat an den Studenten notwendig sind und wie diese geregelt werden, sowie wie das Zurückfliessen der vom Studenten nicht verwendeten Bildungsgelder an den Staat geregelt werden soll.
Natürlich ist dieser Ansatz sehr grob und ausarbeitungsbedürftig!!! Er könnte jedoch helfen, einige Probleme zu beseitigen:
--> bessere Verteilung der Geldmittel auf qualitativ hochwertige Angebote, d.h. mehr Geld für Qualität / mehr Qualität fürs Geld
--> keine Geldverschwendung für von den Studenten nicht nachgefragte Veranstaltungen!
--> Zuteilung der Gelder an alle Studierwilligen (d.h. völlige Aufhebung der Zutrittsbarrieren für grosse "soziale Schichten"); Bereitsstellung der Finanzierung durch den Staat
--> Ressourcenallokation durch alle jeweils Beteiligten
--> Möglichkeit der Internationalisierung dieses Ansatzes: Vergleich der Nachfragen der Studenten nach bestimmten Veranstaltungen,...
--> Wahl der Lehrinhalte gelangt vollständig in die Hand der Studenten. Dennoch ist die Gestaltung der Vernstaltung durch die Lehrenden möglich
Tja, wäre das ein Ansatz? Die Lehrenden sind frei zu forschen und zu lehren; die Studenten/Lernenden sind frei zu lernen und Wissen zu erhalten. Wenn dazu noch die bisher (mehr oder weniger) scharfe Trennung zwischen Studierenden und Lehrenden aufgehoben wird, dann kann das Wissen endlich wirklich fliessen und sich entwickeln! -- Ingo, 13. November 2009 00.59
Kommentare:
Wenn ich dich nicht falsch verstanden habe bezahlen die Studenten die Universitäten selbst, gerade dadurch ensteht eine große Abhängigkeit der Bildungsqualität von dem Geld welches der Student ausgeben will und auch kann.Zudem werden alle momentanen Probleme der Privatisierung dadurch noch weiter verstärkt, die Abhängigkeit von der Wirtschaft und weiteren Sponsoren wird noch weiter steigen. (anonymer Poster)
Na ja, der Staat bezahlt die Studierenden, und die Studierenden bezahlen die Veranstaltungen (d.h. die Studierenden sorgen vor allem für die sinnvolle Allokation der Gelder). In Sachen Bildungsqualität: Bisher werden die Geldmittel über die Köpfe der Studenten hinweg an die Universitäten vergeben. Ich halte eine Verteilung der Gelder durch die Nachfrager selbst (die Studierenden) für deutlich zielführender. Thema Privatisierung: Welche "Probleme der Privatisierung" werden wie und warum "weiter verstärkt" Warum soll dadurch die Abhängigkeit von der Wirtschaft und den Sponsoren noch weiter steigen? Die Uni würde damit ausschliesslich oder zumindest weitgehend abhängig von den Studierenden/Nachfragern! -- Ingo, 13. November 2009 20.18
Ich denke auch, dass dieser Vorschlag nicht vorteilhaft ist. Selbst wenn der Student so viel Geld bekommt, wie er auch zahlen sollte, entsteht zunächst einmal ein noch viel größerer Verwaltungsaufwand. Des weiteren denke ich führt das System keineswegs zu besserer Bildungs sondern eher zu Masse statt Klasse, schließlich bekommen die Vorlesungen mehr Geld in denen mehr Studenten angemeldet sind. -- AG-Forderung->Andreas 10:54, 13. Nov. 2009 (CET)
Was führt Dich zu der Annahme, dass dies einen größeren Verwaltungsaufwand bedeutet? In Sachen Masse statt Klasse: Eine große Nachfrage nach bestimmten Vorlesungen führt sicher zunächst dazu, dass diese an Masse zunehmen. Dies kann oder wird langsam oder schnell vermutlich tatsächlich dazu führen, dass die Qualität der Veranstaltung aus Studierendensicht nachläßt. Eine große Nachfrage nach einem Angebot "verführt" jedoch auch andere "Veranstaltern" dazu, Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten. Nachfrage und Angebot! Verfallt bitte nicht gleich dem großen Fehler, alles was mit Marktmechanismen zu tun hat zu verteufeln!!! Die Probleme im Markt resultieren meist aus einer ungerechten Einkommens- und Vermögensverteilung oder äußere Einflüsse (z.B. Recht, Absprachen), die die Bildung von Monopolen oder Oligopolen fördern(langes Thema für sich)! Durch solche zusätzliche Lehrangebote wird die Nachfrage an der ersten Veranstaltung wieder abnehmen und damit wieder ein Schritt in Richtung Qualität ermöglicht.-- Ingo, 13. November 2009 20.19
Zum jetzigen Zeitpunkt kommuniziert der Staat bzw. das Land mit der Uni (Staat/Land<->Uni). Nach deinem Vorschlag packst du dazwischen noch den Studenten (Staat/Land<->Student<->Uni). Dies veranschaulicht schon, dass viel mehr Kommunikation vonstatten gehen muss, was auch mehr Verwaltungsaufwand entspricht. Das ist ja auch ganz klar, weil du ja überprüfen musst, wie viel Geld der Student von dem Betrag denn nun wirklich ausgegeben hat. Außerdem muss die Uni von jedem Student für jeder seiner Belegten Vorlesungen prüfen, ob das Überwiesene Geld stimmt. Diese beiden Faktoren hast du ja im jetzigen System nicht -> mehr Verwaltungsaufwand -- AG-Forderung->Andreas 23:31, 13. Nov. 2009 (CET)
Kommunikation ungleich Verwaltungsaufwand ungleich Finanzströme! Natürlich haben die drei Sachen schon miteinander zu tun, aber diese Vereinfachung halte ich für zu stark. Etwas zu vereinfacht und daher irreführend erscheint mir leider daher auch Deine daran anschliessende Argumentation. Dazu trägt auch die sehr starke Vereinfachung Staat/Land, Uni, Student bei. Zwischen Uni und Studenten besteht auch heute bereits viel Kommunikation, oder nicht? Zur von Dir vermutlich hauptsächlich betrachteten Thematik der Finanzströme und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand: Bisher werden die Unis, Fakultäten, Lehrstühle und Lehrenden (bis auf wenige Ausnahmen) mit dem vollständigen Verwaltungsaufwand in Sachen Finanzen konfrontiert (u.a. Beantragung von Forschungsgeldern, Übernahme von Gehältern für Mitarbeiter, etc.) und damit von ihrer eigentlichen Aufgabe, dem Forschen und Lehren, abgehalten. Auch wenn man das als Student vielleicht nicht direkt mitbekommt, hat das massive negative Auswirkungen auf den Umfang und die Qualität der Bildung, die Studenten erhalten. Ein großer Teil dieses Verwaltungsaufwandes könnte durch die Vergabe der Mittel über die Studenten entfallen. Selbstverständlich ist es notwendig, ein Verfahren zu finden, das nicht den Studenten einen riesigen Verwaltungsaufwand (für die neugewonnene Entscheidungsbefugnis) beschert und auch nicht die Strukturen der Uni nun von anderer Seite mit übermäßigem neuem Finanz-Verwaltungsaufwand belastet. Da es sich jedoch bei der Anmeldung für eine Lehrveranstaltung im Grunde genommen um einen einfachen Kauf einer Dienstleistungen handelt, sind die notwendigen Kommunikationen relativ einfach: Angebot/Annahme (Vertrag), Inanspruchnahme/Bezahlung (Verfügungsgeschäfte), Nachweis über Inanspruchnahme durch Studierenden (evtl. in Kombination mit Benotung/Beurteilung) / Nachweis über Bezahlung. Die Nachweise könnten anschliessend z.B. zum Abgleich mit den pauschalen Bildungszahlungen vom Staat abgeglichen werden. Das läßt sich ohne große Probleme weitestgehend automatisieren (vgl. z.B. Online-Konten und Online-Geschäfte). Ob der Verwaltungsaufwand in Sachen Finanzen also insgesamt wirklich zunimmt, oder aufgrund der möglichen Automatisierungen sogar vielleicht abnimmt, halte ich bisher für schwer zu entscheiden... Der Student würde somit wirklich ein wenig mit der Verwaltung der Finanzen belästigt; jedoch erhielte er viel mehr Einfluss und Übersicht, wohin die Gelder fliessen. Ingo, 14. November 2009
Also deine Auffassung trage ich absolut nicht.
  • 1. die von dir hervorgebrachte Automatisierung könnte jetzt auch eingeführt werden. -- AG-Forderungen->Andreas 04:52, 14. Nov. 2009 (CET)
Komplexere Vorgänge, wie z.B. die Beantragung von Forschungsgeldern lassen sich nur deutlich schwieriger automatisieren, als einfache Vorgänge, wie z.B. der Kauf einer Dienstleistung. Ingo, 14. Nov. 2009
  • 2. Profs haben Sekretärin und Angestellte die sich um Anträge kümmern also keine Ablenkung von der Forschung -- AG-Forderungen->Andreas 04:52, 14. Nov. 2009 (CET)
Frage mal Lehrende, ob sie durch solchen Verwaltungskram massiv von der Forschung abgehalten werden oder nicht! Nach dem was ich von Lehrenden mitbekommen habe, ist das eines der Hauptärgernisse von ihnen. Ingo, 14. Nov. 2009
  • 3. Die Institute müssten immer noch das eingenommene Geld verteilen. Das fällt nicht weg wie du es schreibst. Oder wer soll es einnehmen? Der Prof? Soll er Privatunternehmer werden und kauft sich auch von dem Eingenommenen Geld den Teilchenbeschleuniger? Nein also Bekommt das Institut das Geld und die haben Aufwand in deinem System. -- AG-Forderungen->Andreas 04:52, 14. Nov. 2009 (CET)
Wenn Du genau und im Zusammenhang liest, wirst Du erkennen, dass ich das nicht geschrieben habe! Natürlich würde sich bei einer solchen Umstellung die Verteilung des Verwaltungsaufwandes deutlich verändern. Die Frage nach dem Prof als Privatunternehmer halte ich für sinnvoll und dringend notwendig! Bei der Erstellung des Ansatzes/Vorschlages habe ich diesen in Zusammenhang mit der Abkehr von der hierarchischen Organisation der Uni und der Wandlung hin zu einer Netzwerkstruktur getan; vgl. Ziel ~Netzwerkstruktur (leider ist das durch das Verschieben und das Umstrukturieren meiner Beiträge zu den Zielen so nicht mehr richtig erkennbar!). Hier nur als Beispiel: Auch Freiberufler und Gewerbetreibende organisieren sich heute vielfach in Netzwerken, um zusammen größere Projekte anzugehen und dennoch ihre Unabhängigkeit weitgehend zu erhalten. Natürlich erfordert eine solche Netzwerkstruktur auch viel Kommunikation und auch Verwaltungs- bzw. Koordinationsaufwand. Die Frage wäre zu stellen, inwieweit die Lehrende als unabhängige Knoten in einem Netzwerk agieren, oder ob nicht eigentlich eine Organisation der Lehrenden als zeitbegrenztes "eigenständiges" Projekt (vgl. z.B. Institut) günstiger wäre. Ingo, 14. Nov. 2009
  • 4. Meiner Meinung nach bietet es auch perfekten Anlaufpunkt für Betrug. Paar illegal ausgestellte Bescheinigungen das der "Scheinstudent" Vorlesungen besucht hat und schon ist er jede menge Geld reicher. Und jetzt komm nicht na die Profs könnte sich jetzt auch bereichern. -- AG-Forderungen->Andreas 04:52, 14. Nov. 2009 (CET)
Ein besserer Anlaufpunkt für Betrug ist es, wenn das notwendige Geld von wenigen Stellen (Staat, Unternehmen) kommt, als wenn es von vielen Stellen (Studierenden) kommt. Ein sinnvoller Weg zur Vermeidung von Betrug ist immer die Schaffung von Transparenz! Die ist im bisherigen System nur äußerst unzureichend verwirklicht (ups, das durfte ich ja gar nicht sagen, oder?)! Ingo, 14. Nov. 2009
  • 5. Und wie wolltest du denn nun eigentlich sämtliche Naturwissenschaften finanzieren? Und du kannst nicht sagen, die wären nicht so wichtig, oder willst du auf dein Laptop, Fernseher, Telefon oder sonstige Technische Sachen verzichten? -- AG-Forderungen->Andreas 04:52, 14. Nov. 2009 (CET)
Was meinst Du mit der Frage? Was ist bisher noch unklar? Bitte präzisiere die Frage/Kritik/Aussage! Ingo, 14. Nov. 2009
Wenn das Geld, dass ein durchschnittliches Studium kostet virtuell ausgezahlt wird an den Studierenden und der das Geld dann zu den Lehrveranstaltungen trägt, die er besucht, was passiert dann mit Fachbereichen, die überdurchschnittliche Kosten haben und mit dem durchschnittlichen Guthaben eines Studierenden nicht über die Runden kommen, selbst wenn sie gut besucht sind (z.B. Physiker, die einen Teilchenbeschleuniger betreiben)? Die Idee finde ich im Wissenschaftsbetrieb irgendwie schwierig umzusetzen - zumal: der Verwaltungsaufwand (wie gesagt) für solch ein Projekt, würde bald jeden Vorteil aufzehren. (Wir sind in Dtl. - nicht Kanada!) (anonymer Autor)
Thema "Kostenintensive Fachbereiche": Halte ich für eine sehr gute Frage! Die Verteilung der Gelder würde entsprechend dem Interesse der Studierenden erfolgen. Das heisst, wenn sich genügend Studierende dafür interessieren, können auch kostenintensive Forschungsprojekte finanziert werden. Wenn nicht, dann eben nicht! Insbesondere Großprojekte wie Dein Beispiel mit dem Teilchenbeschleuniger stehen durchaus auch gerade dafür in der Kritik, dass sie nach Aussage der Kritiker Gelder verbrauchen, die an anderen Stellen "sinnvoller" gebraucht werden können. Da sind wir bei einem der Kernprobleme, der freien Forschung und Wissenschaft. Wer lenkt diese Wissenschaft und Forschung??? Soll sie einseitig von sogenannten "Experten" gelenkt werden?? Oder soll sie durch jeden und alle Interessierten (Studierenden, Forschenden,..) gelenkt werden??? Erstere Variante birgt auf jeden Fall ein größeres Risiko, beispielsweise durch Wirtschaft, Massenmedien und Finanzen für Eigeninteressen manipuliert zu werden, oder? Noch kurz zur Thematik Kanada-Deutschland: Wo siehst Du den großen Unterschied zwischen Kanada und Deutschland in dieser Sache? Ingo, 13.November 2009 20.42
Die Anspielung auf Deutschland war eine auf den Verwaltungssektor: Gelesen, gelacht, gelocht. Ich weiß nicht wie die Bürokraten in Kanada arbeiten, aber ich stelle mir vor, dass die deutsche Verwaltung hier schwer zu toppen ist.

[Bearbeiten] Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses

Kommentar: Forderungen sollten sachlich fundiert ausformuliert werden und nicht einfach ein Wort ohne inhaltlichen Bezug hier ausgekotzt werden. Zu Jeder Forderung gehört mindest ein sachliches unpolemisches Pro-Argument. --AG-Forderung->Johannes 16:40, 13. Nov. 2009 (CET)

[Bearbeiten] Eine Klassenlose Gesellschaft durch freie Bildung

  • Denn letztendlich führt der unterschiedliche Bildungsstand (gerade Elitäre Bildung) dazu, dass sich Klassen bilden können.
Kommentar: Ich würde den Autor bitten exakter auszuformulieren --AG-Forderung->Johannes 20:23, 13. Nov. 2009 (CET)

Themenfremde Forderung / Themenfremdes Ziel "Kommunismus" aus der Diskussion entfernt (siehe Versionen). Ingo, 15. November 2009

[Bearbeiten] Forschungsergebnisse müssen an die Gesellschaft zurückfließen (aka Open Access)

  • Pro: Standing on the shoulders of giants
  • Pro: Forschung wird ua. aus öffentlichen Mitteln finanziert.
  • Pro: Wissen kann schneller zirkulieren und aktualisiert werden, wenn ein großer Teil der Gesellschaft darauf zugreifen kann.
  • Kontra: Geistiges Eigentum.
Arbeitsgruppen Berlin